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Hochfunktionale Erschöpfung: Wenn Sie funktionieren, obwohl die Kraft fehlt
Sie erledigen Ihre Arbeit. Sie beantworten Nachrichten, halten Termine ein, organisieren den Alltag und wirken auf andere vielleicht sogar besonders zuverlässig. Gleichzeitig bleibt Ihnen nach Feierabend immer häufiger kaum noch Kraft für den restlichen Abend.
Vielleicht sitzen Sie abends auf dem Sofa und möchten eigentlich etwas unternehmen, schaffen es aber kaum, sich aufzuraffen.

Patrick Georg
vor 21 Stunden11 Min. Lesezeit


Impostor-Syndrom: Wenn sich Erfolg wie Hochstapelei anfühlt
Sie bekommen nach einem Projekt eine sehr gute Rückmeldung. Der Vorgesetzte bedankt sich ausdrücklich für Ihre Arbeit, ein Kollege sagt, dass ohne Ihren Beitrag vieles nicht so gut gelaufen wäre.
Das wäre ein ziemlich klarer Erfolg.
Trotzdem denken Sie auf dem Heimweg nicht: „Das habe ich gut gemacht.“

Patrick Georg
13. Sept.10 Min. Lesezeit


Einsamkeit: Wenn Alleinsein mehr ist als fehlende Gesellschaft
Der Abend war gut. Die Runde groß, die Gespräche lebendig. Und trotzdem stellt sich auf dem Heimweg, vielleicht schon auf dem Weg zum Auto, dieses Gefühl ein: als wäre man nicht wirklich dabei gewesen. Als hätte man von außen zugeschaut.

Patrick Georg
23. Aug.11 Min. Lesezeit


Fawn-Response: Wenn Anpassung zur Schutzstrategie wurde
Jemand sagt etwas, das Sie verletzt.
Vielleicht lautet der Satz: „Das hätte ich von dir wirklich nicht erwartet." Der Ton ist kühl, der Blick enttäuscht. Noch bevor Sie einordnen können, was dieser Satz bei Ihnen auslöst, lächeln Sie, entschuldigen sich und versprechen, es wieder gutzumachen.
Das Gespräch endet. Die andere Person wirkt beruhigt. Erst später merken Sie, dass Sie eigentlich wütend sind.

Patrick Georg
9. Aug.11 Min. Lesezeit


Wenn Worte Brücken bauen: Wege zu wertschätzender Kommunikation
Ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich nahestehen.
„Du bist in letzter Zeit kaum noch da.“
„Das stimmt doch überhaupt nicht.“
„Genau das meine ich. Du hörst mir gar nicht zu.“
„Und Du übertreibst wieder.“
Wenige Sätze reichen, und beide sind an einem vertrauten Punkt angekommen. Einer fühlt sich übergangen. Der andere fühlt sich angegriffen. Beide versuchen, etwas für sie Wichtiges deutlich zu machen.

Patrick Georg
2. Aug.11 Min. Lesezeit


Der Barnum-Effekt: Warum allgemeine Aussagen so persönlich wirken können
Sie beantworten zwölf Fragen zu Ihrer Persönlichkeit.
Am Ende erscheint eine Auswertung:
Sie wirken auf andere oft sicherer, als Sie sich innerlich fühlen. Nähe ist Ihnen wichtig, gleichzeitig brauchen Sie Zeit für sich. Sie denken Entscheidungen gründlich durch und zweifeln manchmal länger, als andere vermuten. Sie möchten Ihren eigenen Weg gehen und wünschen sich in wichtigen Momenten dennoch Rückhalt.
Der Text trifft erstaunlich gut.

Patrick Georg
30. Juli11 Min. Lesezeit


Fühlen als Mutprobe: Warum Emotionen den Körper herausfordern können
Eine Bemerkung trifft einen wunden Punkt. Eigentlich war es nur ein Satz. Trotzdem wird der Atem flacher, die Schultern spannen sich an und im Kopf beginnt sofort die Suche nach einer vernünftigen Erklärung.
„So war das bestimmt nicht gemeint.“
„Ich sollte mich nicht so anstellen.“
„Das ist doch gar nicht schlimm.“
Nach außen wirkt die Person ruhig. Vielleicht lächelt sie, erklärt sich oder wechselt schnell das Thema. Körperlich ist längst etwas wahrnehmbar: der Kiefer span

Patrick Georg
26. Juli10 Min. Lesezeit


Positives Denken: Wenn das Lächeln zur Flucht vor sich selbst wird
Positives Denken gilt heute oft als Zeichen von Stärke, Reife und persönlicher Entwicklung.
Manche Menschen sind sehr geübt darin, sich selbst zu beruhigen, zu motivieren und wieder „auf Kurs“ zu bringen. Nach außen wirkt das vernünftig. Innerlich geht dabei aber manchmal der Kontakt zu dem verloren, was tatsächlich da ist.
Das ist kein Vorwurf. Und es ist alles andere als selten.

Patrick Georg
19. Juli12 Min. Lesezeit


Wenn keine Wiedergutmachung kommt: Mit Ungerechtigkeit umgehen, ohne sie zu verharmlosen
Vielleicht warten Sie schon lange auf einen Satz, der nicht kommt:
„Es war falsch, wie ich Sie behandelt habe.“
Vielleicht hoffen Sie darauf, dass eine ungerechte Entscheidung zurückgenommen wird. Dass Angehörige endlich anerkennen, was damals geschehen ist. Dass ein früherer Partner Verantwortung übernimmt. Oder dass eine Institution nicht länger abwehrt, sondern wirklich hinsieht.

Patrick Georg
15. Juli11 Min. Lesezeit


Warum der Widerstand gegen Selbstfürsorge kein Zufall ist
Es ist Sonntagabend. Eigentlich wäre ein Moment frei. Die wichtigsten Dinge sind erledigt, niemand braucht sofort eine Antwort, der Körper könnte zur Ruhe kommen.
Und genau jetzt wird es unruhig.
Das Gedankenkarussell beginnt. Eine Nachricht ist noch offen. Die Wäsche liegt noch da. Morgen wird anstrengend. Vielleicht wäre jetzt der beste Moment, noch schnell etwas vorzubereiten. Der Körper sitzt auf dem Sofa, aber innerlich wird schon weiter geplant, sortiert und abgehakt.

Patrick Georg
12. Juli9 Min. Lesezeit


Selbstfürsorge ist nicht das, wofür die meisten sie halten
Viele Menschen wissen sehr genau, was ihnen guttun würde. Sie wissen, dass sie mehr schlafen müssten, regelmäßiger essen sollten, nicht jede Nachricht sofort beantworten müssen und dass ein Nein manchmal ehrlicher wäre als ein weiteres Ja.
Und trotzdem sitzen sie abends erschöpft da und machen weiter. Noch eine Mail, noch ein Gespräch, noch schnell etwas erledigen. Noch einmal funktionieren, obwohl der Körper längst zeigt, dass etwas zu viel geworden ist.

Patrick Georg
5. Juli12 Min. Lesezeit


KI statt Psychotherapie? Warum das gefährlicher ist, als es klingt
In den vergangenen Monaten berichten Menschen in Erstgesprächen häufiger, dass sie „es zuerst mit ChatGPT versucht haben." Manche über Wochen. Manche länger. Und fast alle beschreiben dasselbe: Das System hat zugehört. Es hat nicht geurteilt. Es hat schnell, präzise und mitfühlend gewirkt.
Das ist nachvollziehbar – und aus psychologischer Sicht zugleich ein Punkt, der Aufmerksamkeit verdient.

Patrick Georg
15. Mai13 Min. Lesezeit


Körpergedächtnis: Warum der Körper die Trennung nicht akzeptiert
Es ist nicht der Verstand, der eine Trennung am schwersten nimmt. Es ist der Körper.
Gedanken lassen sich einordnen. Man kann sie analysieren, mit sich selbst besprechen, in Worte fassen.
Der Körper macht das nicht. Er erinnert sich anders – durch Enge in der Brust, durch Herzrasen in einem Moment, der mit der Trennung nichts zu tun zu haben scheint.
Durch das Aufwachen um drei Uhr nachts, ohne zu wissen warum.

Patrick Georg
6. Mai7 Min. Lesezeit


Spiritual Bypassing: Wenn spirituelle Praxis zur Flucht vor sich selbst wird
Spiritualität schützt nicht automatisch vor Selbstvermeidung. Manchmal ist sie vielmehr ihr Werkzeug.
Das ist keine Fundamentalkritik an Spiritualität. Es ist eine Beobachtung, die der amerikanische Psychotherapeut und Meditationslehrer John Welwood bereits 1984 in einem Aufsatz im Journal of Transpersonal Psychology formulierte¹ – und die seitdem kaum an Relevanz verloren hat. Im Gegenteil.

Patrick Georg
1. Mai10 Min. Lesezeit


Burnout erkennen: 5 Warnsignale, die die meisten übersehen
Burnout erkennen: 5 Warnsignale, die die meisten übersehen.
Wann haben Sie zuletzt das Gefühl gehabt, wirklich erholt zu sein – nicht nur ausgeschlafen?
Viele Menschen, die in meiner Praxis in Rosenheim den ersten Schritt machen, beschreiben dasselbe: Sie haben funktioniert. Lange. Gut sogar. Sehr gut. Der Kalender war voll, die Leistung stimmte, nach außen war wenig zu sehen. Bis irgendetwas nachgab.
Burnout entsteht nicht plötzlich. Er kündigt sich an.

Patrick Georg
29. Apr.6 Min. Lesezeit


Akute Krise: Orientierung und Anlaufstellen in Rosenheim
Wenn das Leben aus den Fugen gerät, fühlen sich Gedanken oft wie ein Sturm an und der Boden unter den Füßen scheint zu wanken. In meiner Praxis für Psychotherapie Rosenheim (HeilprG) erlebe ich häufig, wie belastend dieser Zustand ist.
Um Ihnen in Momenten höchster Belastung Orientierung zu geben, habe ich die wichtigsten Anlaufstellen in Rosenheim und der Region für Sie zusammengestellt. Diese Ressourcen sind genau dafür da, Ihnen in einer seelischen Notlage Sicherheit und

Patrick Georg
19. Apr.5 Min. Lesezeit


Wenn der Körper noch auf früher reagiert: Trauma verstehen in Rosenheim
Ein Geruch. Ein Geräusch. Ein Satz, den jemand beiläufig sagt – und etwas in Ihnen reagiert, bevor Sie überhaupt verstehen, was gerade passiert.
Solche Reaktionen können ganz unterschiedlich aussehen: Das Herz rast, der Atem wird flach, die Schultern ziehen nach oben, der Brustkorb fühlt sich fest an oder die Muskeln spannen sich an. Bei anderen Menschen wird alles dumpf, weit weg, wie hinter Glas.

Patrick Georg
19. Apr.10 Min. Lesezeit


Das Innere Kind verstehen: Alte Gefühle, Kindheit und heutige Reaktionen
Eine kleine Bemerkung. Kein böser Ton, kein Drama, keine offensichtliche Verletzung. Und trotzdem passiert innerlich etwas, das sich deutlich stärker anfühlt, als der Moment von außen vermuten lässt.
Vielleicht war es eine flüchtige Kritik im Beruf. Ein kühler Blick des Partners. Eine Nachricht, die ausbleibt. Das Gefühl, übergangen worden zu sein. Von außen betrachtet könnte man sagen: halb so wild. Innen fühlt es sich nicht halb so wild an.

Patrick Georg
12. Apr.13 Min. Lesezeit


Daueralarm im Nervensystem: Warum Burnout-Prävention den Körper einbeziehen darf
Die Entscheidung, beruflich und privat alles zu geben, ist oft von Leidenschaft geprägt. Doch was passiert, wenn der Antrieb schleichend in eine Form des bloßen „Funktionierens“ übergeht? Viele Klienten, die meine Praxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim aufsuchen, beschreiben einen Zustand, in dem der Kopf zwar noch rattert, der Körper aber bereits Signale der Erschöpfung senden kann.

Patrick Georg
5. Apr.4 Min. Lesezeit


Wenn Verstehen nicht reicht: Warum Veränderung auch den Körper braucht
„Ich weiß genau, warum ich so reagiere. Aber ich kann es trotzdem nicht abstellen.“
Dieser Satz fällt in meiner Praxis häufig. Nicht beiläufig, sondern mit einer Mischung aus Frust, Scham und Müdigkeit. Viele Menschen haben ihre Themen längst verstanden. Sie kennen ihre Biografie, haben Bücher gelesen, Podcasts gehört, vielleicht schon Therapie oder Coaching gemacht. Sie wissen, woher bestimmte Reaktionen kommen könnten, und können ihre Muster fast präzise erklären.

Patrick Georg
1. Apr.11 Min. Lesezeit
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