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Positives Denken: Wenn das Lächeln zur Flucht vor sich selbst wird
Positives Denken gilt heute oft als Zeichen von Stärke, Reife und persönlicher Entwicklung.
Manche Menschen sind sehr geübt darin, sich selbst zu beruhigen, zu motivieren und wieder „auf Kurs“ zu bringen. Nach außen wirkt das vernünftig. Innerlich geht dabei aber manchmal der Kontakt zu dem verloren, was tatsächlich da ist.
Das ist kein Vorwurf. Und es ist alles andere als selten.

Patrick Georg
vor 7 Tagen12 Min. Lesezeit


Wenn keine Wiedergutmachung kommt: Mit Ungerechtigkeit umgehen, ohne sie zu verharmlosen
Vielleicht warten Sie schon lange auf einen Satz, der nicht kommt:
„Es war falsch, wie ich Sie behandelt habe.“
Vielleicht hoffen Sie darauf, dass eine ungerechte Entscheidung zurückgenommen wird. Dass Angehörige endlich anerkennen, was damals geschehen ist. Dass ein früherer Partner Verantwortung übernimmt. Oder dass eine Institution nicht länger abwehrt, sondern wirklich hinsieht.

Patrick Georg
15. Juli11 Min. Lesezeit


Warum der Widerstand gegen Selbstfürsorge kein Zufall ist
Es ist Sonntagabend. Eigentlich wäre ein Moment frei. Die wichtigsten Dinge sind erledigt, niemand braucht sofort eine Antwort, der Körper könnte zur Ruhe kommen.
Und genau jetzt wird es unruhig.
Das Gedankenkarussell beginnt. Eine Nachricht ist noch offen. Die Wäsche liegt noch da. Morgen wird anstrengend. Vielleicht wäre jetzt der beste Moment, noch schnell etwas vorzubereiten. Der Körper sitzt auf dem Sofa, aber innerlich wird schon weiter geplant, sortiert und abgehakt.

Patrick Georg
12. Juli9 Min. Lesezeit


Selbstfürsorge ist nicht das, wofür die meisten sie halten
Viele Menschen wissen sehr genau, was ihnen guttun würde. Sie wissen, dass sie mehr schlafen müssten, regelmäßiger essen sollten, nicht jede Nachricht sofort beantworten müssen und dass ein Nein manchmal ehrlicher wäre als ein weiteres Ja.
Und trotzdem sitzen sie abends erschöpft da und machen weiter. Noch eine Mail, noch ein Gespräch, noch schnell etwas erledigen. Noch einmal funktionieren, obwohl der Körper längst zeigt, dass etwas zu viel geworden ist.

Patrick Georg
5. Juli12 Min. Lesezeit


Selbstfürsorge in der Beziehung: Bedürfnisse, Wünsche und Bedürftigkeit unterscheiden
Manchmal sagt niemand etwas. Es gibt keinen offenen Streit, keine große Szene und keinen einzelnen Satz, an dem sich später alles festmachen ließe. Trotzdem verändert sich etwas zwischen zwei Menschen. Weil niemand etwas sagt.
Einer wartet. Der andere bemerkt es nicht oder versteht erst spät, was gerade geschieht. Der Ton wird knapper, ein Blick bleibt länger hängen, jemand zieht sich innerlich zurück. Dabei kann ein Gedanke auftauchen wie: „Wenn ich es erst sagen muss, zähl

Patrick Georg
28. Juni14 Min. Lesezeit


Warum Paartherapie kein Scheitern ist
Es ist nicht der große Streit, der Paare zermürbt. Es ist der dreißigste Streit über dasselbe Thema – und das Gefühl, dass sich dabei nichts verändert.
Viele Menschen, die in meine Praxis kommen, beschreiben genau das: eine schleichende Entfernung, keine einzelne Katastrophe. Themen, die immer wieder auftauchen. Gespräche, die sich anfühlen wie ein Film, den man schon zu oft gesehen hat.

Patrick Georg
21. Juni8 Min. Lesezeit


Dieselbe Beziehung, anderer Mensch: Warum sich Beziehungsmuster wiederholen
Sie beschreiben eine neue Beziehung. Aber irgendetwas klingt vertraut. Der Konflikt, der immer dann entsteht, wenn es um Nähe geht. Die Erschöpfung nach Gesprächen, die eigentlich nichts klären. Das Gefühl, wieder in einer Rolle zu stecken, die man vermeintlich längst hinter sich gelassen hatte.

Patrick Georg
13. Mai7 Min. Lesezeit


Belastende Beziehungen erkennen: Warum der Schmerz bekannt ist – und das Loslassen trotzdem schwerfällt
Es gibt Beziehungen, die wehtun. Und trotzdem ist da nicht nur Schmerz.
Es gibt vielleicht angespannte Gespräche, Rückzug, Schweigen oder Momente, nach denen Sie erschöpft zurückbleiben. Gleichzeitig gibt es immer wieder Nähe. Eine Nachricht, die Hoffnung macht. Eine Berührung. Eine Entschuldigung. Einen Abend, an dem plötzlich wieder Wärme da ist. Einen Blick, bei dem Sie denken: Da ist er doch noch, der Mensch, den ich liebe.

Patrick Georg
10. Mai12 Min. Lesezeit


Wenn die Kindheit mit am Esstisch sitzt: Was frühe Wunden mit Partnerschaften machen können
Wenn die Kindheit mit am Esstisch sitzt: Was frühe Wunden mit Partnerschaften machen können.
Der Abend war schön. Und dann ein Satz, den Ihr Partner so nie gemeint hat. Und trotzdem trifft er genau da, wo es schmerzt.
Niemand hat das geplant. Niemand hat etwas Böses gewollt. Aber jetzt sitzt die Stille am Tisch, und irgendetwas hat das Abendessen beendet, bevor es zu Ende war.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim begegnen mir Paare, die genau da

Patrick Georg
3. Mai7 Min. Lesezeit


Spiritual Bypassing: Wenn spirituelle Praxis zur Flucht vor sich selbst wird
Spiritualität schützt nicht automatisch vor Selbstvermeidung. Manchmal ist sie vielmehr ihr Werkzeug.
Das ist keine Fundamentalkritik an Spiritualität. Es ist eine Beobachtung, die der amerikanische Psychotherapeut und Meditationslehrer John Welwood bereits 1984 in einem Aufsatz im Journal of Transpersonal Psychology formulierte¹ – und die seitdem kaum an Relevanz verloren hat. Im Gegenteil.

Patrick Georg
1. Mai10 Min. Lesezeit


Bindungstypen: Der unsichtbare Kompass unserer Beziehungen
Bindungstypen: Der unsichtbare Kompass unserer Beziehungen.
Sie streiten über die Spülmaschine. Und trotzdem geht es um alles.
Vielleicht kennen Sie das: Eine Kleinigkeit löst etwas aus, das sich viel größer anfühlt, als die Situation erklären würde. Eine Geste der Distanz, und plötzlich setzt sich etwas in Gang, das mit der Geste kaum zu tun hat. Oder das Gegenteil: Nähe, die sich gut anfühlt – und gleichzeitig etwas auslöst, das nach Rückzug sucht.

Patrick Georg
26. Apr.11 Min. Lesezeit


Emotionale Abhängigkeit erkennen: Wenn Nähe Halt gibt und Distanz verunsichert
Eine ungelesene Nachricht. Kein Punkt nach dem letzten Satz. Und Ihr Abend ist gelaufen.
Nicht, weil etwas passiert wäre. Sondern weil nichts passiert ist.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim beschreiben Menschen genau das. Den Moment, in dem eine Kleinigkeit ausreicht, um den Boden wegzuziehen. Ein kühler Tonfall. Eine fehlende Reaktion. Ein Abend, an dem der andere in Gedanken woanders ist.

Patrick Georg
22. Apr.9 Min. Lesezeit


Das Innere Kind verstehen: Alte Gefühle, Kindheit und heutige Reaktionen
Eine kleine Bemerkung. Kein böser Ton, kein Drama, keine offensichtliche Verletzung. Und trotzdem passiert innerlich etwas, das sich deutlich stärker anfühlt, als der Moment von außen vermuten lässt.
Vielleicht war es eine flüchtige Kritik im Beruf. Ein kühler Blick des Partners. Eine Nachricht, die ausbleibt. Das Gefühl, übergangen worden zu sein. Von außen betrachtet könnte man sagen: halb so wild. Innen fühlt es sich nicht halb so wild an.

Patrick Georg
12. Apr.13 Min. Lesezeit


Narzissmus: Beziehungsdynamiken erkennen – warum vorschnelle Diagnosen selten weiterführen
„Das war Narzissmus.“
„Das wirkt verdeckt narzisstisch.“
„Das war Love Bombing.“
„Das ist Gaslighting.“
„Ich bin in einer toxischen Beziehung.“
Solche Begriffe sind heute beinahe überall: in sozialen Medien, Podcasts, Ratgebern, Kommentaren und Freundeskreisen. Sie können helfen, Erfahrungen in Worte zu fassen, die vorher schwer zu benennen waren. Das ist nicht falsch. Viele Menschen finden über solche Begriffe erstmals einen Ausdruck für Schmerz...

Patrick Georg
8. Apr.11 Min. Lesezeit


Intermittierende Verstärkung: Warum das Unvorhersehbare so stark bindet
Manche Beziehungen sind nicht deshalb so schwer zu verlassen, weil sie gut sind.
Sondern weil sie manchmal gut sind.
Das ist der Teil, der von außen oft unterschätzt wird. Wer nur die verletzenden Phasen sieht, fragt schnell: Warum geht jemand nicht? Warum hält man daran fest? Warum wartet man weiter, obwohl die Beziehung mehr Kraft kostet, als sie zurückgibt?
Von innen sieht es anders aus. Da gibt es nicht nur Kälte, Rückzug, Unsicherheit oder Enttäuschung.

Patrick Georg
4. Apr.12 Min. Lesezeit


Die unsichtbaren Narben der Seele: Ein Wegweiser durch die verschiedenen Arten von Traumata
Das Leben schreibt Geschichten, die manchmal Spuren hinterlassen, die tiefer gehen als das, was wir oberflächlich wahrnehmen. Vielleicht spüren Sie eine Schwere, die Sie nicht zuordnen können, oder bestimmte Situationen lösen in Ihnen eine Reaktion aus, die sich übermächtig anfühlt. In meiner Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim begegnen mir oft Menschen, die sich fragen: „Ist das, was ich erlebe, ein Trauma? Und wie kann ich damit Frieden schließen?“

Patrick Georg
3. Apr.6 Min. Lesezeit


Dynamik oder Struktur: Was hinter dem Verhaltensmuster des anderen stecken kann
Dynamik oder Struktur: Was hinter dem Verhaltensmuster des anderen stecken kann.
Es gibt Momente, in denen Sie aufgehört haben zu verstehen, warum jemand so reagiert. Nicht weil Sie es nicht versucht hätten. Sie haben erklärt, zugehört, sich angepasst, zurückgezogen, konfrontiert. Nichts hat dauerhaft geholfen. Das Muster kommt zurück.
Irgendwann beginnen Menschen in solchen Momenten, ein bestimmtest Wort zu benutzen: "toxisch". Als Beschreibung für das, was erlebt wird.

Patrick Georg
3. Apr.6 Min. Lesezeit


Das Paradoxon der Veränderung: Warum Entwicklung mit Akzeptanz beginnt
Es ist spät am Abend, eigentlich sollte längst Ruhe sein. Doch derselbe Gedanke läuft zum zehnten Mal durch den Kopf:
„Ich muss endlich ruhiger werden.“
Ein bewusster tiefer Atemzug, der Versuch, an etwas Schönes zu denken – und wenige Minuten später der Ärger darüber, dass die Unruhe immer noch da ist.
Ähnliche Momente gibt es vielleicht auch tagsüber. Eine Bemerkung trifft stärker als erwartet, und sofort kommt der innere Kommentar: „Das sollte mir nichts ausmachen."

Patrick Georg
29. März10 Min. Lesezeit


Die Kunst des Neinsagens: Grenzen setzen, ohne sich schuldig zu fühlen
"Ich kann einfach nicht Nein sagen".
Ein sehr häufiger Satz in meiner Praxis.
Nein sagen zu können bedeutet jedoch nicht, kalt oder abweisend zu sein. Es bedeutet, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, sie ernst zu nehmen und ihnen Raum zu geben. In diesem Sinn ist ein Nein eine grundlegende Form von Selbstfürsorge.

Patrick Georg
29. März9 Min. Lesezeit


Gemeinsam einsam: Wenn Zweisamkeit nicht verbindet
Man sitzt am Abend gemeinsam auf dem Sofa. Der Fernseher läuft, auf dem Tisch stehen zwei Gläser, und zwischendurch wird noch kurz besprochen, wer morgen einkauft oder das Kind zum Training fährt.
Eigentlich ist der andere da.
Trotzdem entsteht dieser Gedanke:
„Ich bin hier allein.“

Patrick Georg
28. März11 Min. Lesezeit
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