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Seelenpartner – wenn ein spirituelles Konzept zur Falle wird
„Er ist mein Seelenpartner. Deshalb lasse ich nicht los."
Diesen Satz – oder eine seiner vielen Varianten – höre ich häufig in meiner Praxis in Rosenheim. Er kommt meist von Menschen, die seit Monaten oder Jahren in einer Beziehung leben, die sie erschöpft. Die ihren Selbstwert untergräbt. Deren gute Momente immer seltener werden und deren schlechte Phasen immer länger.

Patrick Georg
6. Sept.10 Min. Lesezeit


Dating Burnout: Wenn die Partnersuche zunehmend Kraft kostet
Sie öffnen die Dating App und sehen drei neue Matches.
Vielleicht hätten Sie sich vor einiger Zeit noch darüber gefreut. Jetzt befürchten Sie eher, dass wieder dasselbe Gespräch beginnt wie schon so viele Male zuvor: Was machst Du beruflich, was suchst Du hier, wie war Dein Wochenende?
Mit einem Kontakt schreiben Sie zwei Tage. Dann kommt keine Antwort mehr. Mit einem anderen entsteht ein längeres Gespräch, aber ein Treffen wird zweimal verschoben.

Patrick Georg
2. Sept.10 Min. Lesezeit


Mental Load in der Beziehung: Wer denkt eigentlich an alles?
Samstagmorgen. Eine Person räumt die Küche auf, während die andere am Tisch sitzt. Auf die Frage, was heute noch erledigt werden muss, kommt die Antwort: „Sag mir einfach, was ich machen soll.“
Der Satz klingt zunächst kooperativ. Schließlich bietet jemand an, etwas zu übernehmen.

Patrick Georg
30. Aug.10 Min. Lesezeit


On-off-Beziehung: Wenn Trennung und Neubeginn sich wiederholen
Die Beziehung ist seit drei Wochen beendet. Die ersten Tage waren von langen Gesprächen, Vorwürfen und dem Versuch geprägt, den Kontakt abzubrechen. Dann kommt eine Nachricht: „Ich habe viel nachgedacht. Können wir uns noch einmal sehen?“
Beim Treffen wirkt vieles vertraut. Die Anspannung lässt nach, beide entschuldigen sich und sprechen über die guten Seiten der Beziehung. Am Ende steht die Frage im Raum, ob sie es noch einmal versuchen sollten.

Patrick Georg
19. Aug.9 Min. Lesezeit


Trennung und Identitätskrise: Wer bin ich ohne diese Beziehung?
Irgendwann sitzt man da und bemerkt: Es geht nicht nur darum, dass er oder sie fehlt. Es geht darum, dass man sich selbst nicht mehr erkennt.
Wer bin ich, wenn diese Beziehung nicht mehr mein Alltag ist? Was mache ich mit dem Abend, der früher selbstverständlich gefüllt war? Was bleibt von mir, wenn das gemeinsame Leben wegfällt?

Patrick Georg
16. Aug.10 Min. Lesezeit


Fawn-Response: Wenn Anpassung zur Schutzstrategie wurde
Jemand sagt etwas, das Sie verletzt.
Vielleicht lautet der Satz: „Das hätte ich von dir wirklich nicht erwartet." Der Ton ist kühl, der Blick enttäuscht. Noch bevor Sie einordnen können, was dieser Satz bei Ihnen auslöst, lächeln Sie, entschuldigen sich und versprechen, es wieder gutzumachen.
Das Gespräch endet. Die andere Person wirkt beruhigt. Erst später merken Sie, dass Sie eigentlich wütend sind.

Patrick Georg
9. Aug.11 Min. Lesezeit


Wenn Worte Brücken bauen: Wege zu wertschätzender Kommunikation
Ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich nahestehen.
„Du bist in letzter Zeit kaum noch da.“
„Das stimmt doch überhaupt nicht.“
„Genau das meine ich. Du hörst mir gar nicht zu.“
„Und Du übertreibst wieder.“
Wenige Sätze reichen, und beide sind an einem vertrauten Punkt angekommen. Einer fühlt sich übergangen. Der andere fühlt sich angegriffen. Beide versuchen, etwas für sie Wichtiges deutlich zu machen.

Patrick Georg
2. Aug.11 Min. Lesezeit


Der Barnum-Effekt: Warum allgemeine Aussagen so persönlich wirken können
Sie beantworten zwölf Fragen zu Ihrer Persönlichkeit.
Am Ende erscheint eine Auswertung:
Sie wirken auf andere oft sicherer, als Sie sich innerlich fühlen. Nähe ist Ihnen wichtig, gleichzeitig brauchen Sie Zeit für sich. Sie denken Entscheidungen gründlich durch und zweifeln manchmal länger, als andere vermuten. Sie möchten Ihren eigenen Weg gehen und wünschen sich in wichtigen Momenten dennoch Rückhalt.
Der Text trifft erstaunlich gut.

Patrick Georg
30. Juli11 Min. Lesezeit


Selbstfürsorge in der Beziehung: Bedürfnisse, Wünsche und Bedürftigkeit unterscheiden
Manchmal sagt niemand etwas. Es gibt keinen offenen Streit, keine große Szene und keinen einzelnen Satz, an dem sich später alles festmachen ließe. Trotzdem verändert sich etwas zwischen zwei Menschen. Weil niemand etwas sagt.
Einer wartet. Der andere bemerkt es nicht oder versteht erst spät, was gerade geschieht. Der Ton wird knapper, ein Blick bleibt länger hängen, jemand zieht sich innerlich zurück. Dabei kann ein Gedanke auftauchen wie: „Wenn ich es erst sagen muss, zähl

Patrick Georg
28. Juni14 Min. Lesezeit


Warum Paartherapie kein Scheitern ist
Es ist nicht der große Streit, der Paare zermürbt. Es ist der dreißigste Streit über dasselbe Thema – und das Gefühl, dass sich dabei nichts verändert.
Viele Menschen, die in meine Praxis kommen, beschreiben genau das: eine schleichende Entfernung, keine einzelne Katastrophe. Themen, die immer wieder auftauchen. Gespräche, die sich anfühlen wie ein Film, den man schon zu oft gesehen hat.

Patrick Georg
21. Juni8 Min. Lesezeit


Gaslighting: Wenn die eigene Wahrnehmung ins Wanken gerät
Stellen Sie sich vor: Sie erinnern sich klar an ein Gespräch. Der andere sagt, es hat nie stattgefunden. Sie sind sicher, etwas gesagt zu haben. Der andere besteht darauf, Sie hätten das nie so gemeint. Immer häufiger ertappen Sie sich dabei, dem anderen mehr zu glauben als sich selbst.
Wenn das kein Einzelfall ist, sondern ein Muster – dann könnte das einen Namen haben.

Patrick Georg
20. Mai10 Min. Lesezeit


Dieselbe Beziehung, anderer Mensch: Warum sich Beziehungsmuster wiederholen
Sie beschreiben eine neue Beziehung. Aber irgendetwas klingt vertraut. Der Konflikt, der immer dann entsteht, wenn es um Nähe geht. Die Erschöpfung nach Gesprächen, die eigentlich nichts klären. Das Gefühl, wieder in einer Rolle zu stecken, die man vermeintlich längst hinter sich gelassen hatte.

Patrick Georg
13. Mai7 Min. Lesezeit


Belastende Beziehungen erkennen: Warum der Schmerz bekannt ist – und das Loslassen trotzdem schwerfällt
Es gibt Beziehungen, die wehtun. Und trotzdem ist da nicht nur Schmerz.
Es gibt vielleicht angespannte Gespräche, Rückzug, Schweigen oder Momente, nach denen Sie erschöpft zurückbleiben. Gleichzeitig gibt es immer wieder Nähe. Eine Nachricht, die Hoffnung macht. Eine Berührung. Eine Entschuldigung. Einen Abend, an dem plötzlich wieder Wärme da ist. Einen Blick, bei dem Sie denken: Da ist er doch noch, der Mensch, den ich liebe.

Patrick Georg
10. Mai12 Min. Lesezeit


Körpergedächtnis: Warum der Körper die Trennung nicht akzeptiert
Es ist nicht der Verstand, der eine Trennung am schwersten nimmt. Es ist der Körper.
Gedanken lassen sich einordnen. Man kann sie analysieren, mit sich selbst besprechen, in Worte fassen.
Der Körper macht das nicht. Er erinnert sich anders – durch Enge in der Brust, durch Herzrasen in einem Moment, der mit der Trennung nichts zu tun zu haben scheint.
Durch das Aufwachen um drei Uhr nachts, ohne zu wissen warum.

Patrick Georg
6. Mai7 Min. Lesezeit


Wenn die Kindheit mit am Esstisch sitzt: Was frühe Wunden mit Partnerschaften machen können
Wenn die Kindheit mit am Esstisch sitzt: Was frühe Wunden mit Partnerschaften machen können.
Der Abend war schön. Und dann ein Satz, den Ihr Partner so nie gemeint hat. Und trotzdem trifft er genau da, wo es schmerzt.
Niemand hat das geplant. Niemand hat etwas Böses gewollt. Aber jetzt sitzt die Stille am Tisch, und irgendetwas hat das Abendessen beendet, bevor es zu Ende war.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim begegnen mir Paare, die genau da

Patrick Georg
3. Mai7 Min. Lesezeit


Bindungstypen: Der unsichtbare Kompass unserer Beziehungen
Bindungstypen: Der unsichtbare Kompass unserer Beziehungen.
Sie streiten über die Spülmaschine. Und trotzdem geht es um alles.
Vielleicht kennen Sie das: Eine Kleinigkeit löst etwas aus, das sich viel größer anfühlt, als die Situation erklären würde. Eine Geste der Distanz, und plötzlich setzt sich etwas in Gang, das mit der Geste kaum zu tun hat. Oder das Gegenteil: Nähe, die sich gut anfühlt – und gleichzeitig etwas auslöst, das nach Rückzug sucht.

Patrick Georg
26. Apr.11 Min. Lesezeit


Emotionale Abhängigkeit erkennen: Wenn Nähe Halt gibt und Distanz verunsichert
Eine ungelesene Nachricht. Kein Punkt nach dem letzten Satz. Und Ihr Abend ist gelaufen.
Nicht, weil etwas passiert wäre. Sondern weil nichts passiert ist.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG) in Rosenheim beschreiben Menschen genau das. Den Moment, in dem eine Kleinigkeit ausreicht, um den Boden wegzuziehen. Ein kühler Tonfall. Eine fehlende Reaktion. Ein Abend, an dem der andere in Gedanken woanders ist.

Patrick Georg
22. Apr.9 Min. Lesezeit


Narzissmus: Beziehungsdynamiken erkennen – warum vorschnelle Diagnosen selten weiterführen
„Das war Narzissmus.“
„Das wirkt verdeckt narzisstisch.“
„Das war Love Bombing.“
„Das ist Gaslighting.“
„Ich bin in einer toxischen Beziehung.“
Solche Begriffe sind heute beinahe überall: in sozialen Medien, Podcasts, Ratgebern, Kommentaren und Freundeskreisen. Sie können helfen, Erfahrungen in Worte zu fassen, die vorher schwer zu benennen waren. Das ist nicht falsch. Viele Menschen finden über solche Begriffe erstmals einen Ausdruck für Schmerz...

Patrick Georg
8. Apr.11 Min. Lesezeit


Intermittierende Verstärkung: Warum das Unvorhersehbare so stark bindet
Manche Beziehungen sind nicht deshalb so schwer zu verlassen, weil sie gut sind.
Sondern weil sie manchmal gut sind.
Das ist der Teil, der von außen oft unterschätzt wird. Wer nur die verletzenden Phasen sieht, fragt schnell: Warum geht jemand nicht? Warum hält man daran fest? Warum wartet man weiter, obwohl die Beziehung mehr Kraft kostet, als sie zurückgibt?
Von innen sieht es anders aus. Da gibt es nicht nur Kälte, Rückzug, Unsicherheit oder Enttäuschung.

Patrick Georg
4. Apr.12 Min. Lesezeit


Dynamik oder Struktur: Was hinter dem Verhaltensmuster des anderen stecken kann
Dynamik oder Struktur: Was hinter dem Verhaltensmuster des anderen stecken kann.
Es gibt Momente, in denen Sie aufgehört haben zu verstehen, warum jemand so reagiert. Nicht weil Sie es nicht versucht hätten. Sie haben erklärt, zugehört, sich angepasst, zurückgezogen, konfrontiert. Nichts hat dauerhaft geholfen. Das Muster kommt zurück.
Irgendwann beginnen Menschen in solchen Momenten, ein bestimmtest Wort zu benutzen: "toxisch". Als Beschreibung für das, was erlebt wird.

Patrick Georg
3. Apr.6 Min. Lesezeit
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