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Der Bindungsstil: Warum er nicht jeden Beziehungskonflikt erklärt
Das Date antwortet seit zwei Tagen nicht mehr, und jemand aus Ihrem Umfeld sagt: „Da liegt bestimmt ein vermeidender Bindungsstil vor.“ Nach einem Streit zieht sich Ihr Gegenüber zurück, und auf Social Media heißt es schnell: „Typisch vermeidend. Nähe wird wohl zu viel.“ Vielleicht werden Sie selbst nervös, wenn eine Nachricht lange unbeantwortet bleibt, und fragen sich irgendwann: „Bin ich ängstlich gebunden?“

Patrick Georg
23. Sept.10 Min. Lesezeit


Seelenpartner – wenn ein spirituelles Konzept zur Falle wird
„Er ist mein Seelenpartner. Deshalb lasse ich nicht los."
Diesen Satz – oder eine seiner vielen Varianten – höre ich häufig in meiner Praxis in Rosenheim. Er kommt meist von Menschen, die seit Monaten oder Jahren in einer Beziehung leben, die sie erschöpft. Die ihren Selbstwert untergräbt. Deren gute Momente immer seltener werden und deren schlechte Phasen immer länger.

Patrick Georg
6. Sept.10 Min. Lesezeit


On-off-Beziehung: Wenn Trennung und Neubeginn sich wiederholen
Die Beziehung ist seit drei Wochen beendet. Die ersten Tage waren von langen Gesprächen, Vorwürfen und dem Versuch geprägt, den Kontakt abzubrechen. Dann kommt eine Nachricht: „Ich habe viel nachgedacht. Können wir uns noch einmal sehen?“
Beim Treffen wirkt vieles vertraut. Die Anspannung lässt nach, beide entschuldigen sich und sprechen über die guten Seiten der Beziehung. Am Ende steht die Frage im Raum, ob sie es noch einmal versuchen sollten.

Patrick Georg
19. Aug.9 Min. Lesezeit


Wenn Worte Brücken bauen: Wege zu wertschätzender Kommunikation
Ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich nahestehen.
„Du bist in letzter Zeit kaum noch da.“
„Das stimmt doch überhaupt nicht.“
„Genau das meine ich. Du hörst mir gar nicht zu.“
„Und Du übertreibst wieder.“
Wenige Sätze reichen, und beide sind an einem vertrauten Punkt angekommen. Einer fühlt sich übergangen. Der andere fühlt sich angegriffen. Beide versuchen, etwas für sie Wichtiges deutlich zu machen.

Patrick Georg
2. Aug.11 Min. Lesezeit


Selbstfürsorge in der Beziehung: Bedürfnisse, Wünsche und Bedürftigkeit unterscheiden
Manchmal sagt niemand etwas. Es gibt keinen offenen Streit, keine große Szene und keinen einzelnen Satz, an dem sich später alles festmachen ließe. Trotzdem verändert sich etwas zwischen zwei Menschen. Weil niemand etwas sagt.
Einer wartet. Der andere bemerkt es nicht oder versteht erst spät, was gerade geschieht. Der Ton wird knapper, ein Blick bleibt länger hängen, jemand zieht sich innerlich zurück. Dabei kann ein Gedanke auftauchen wie: „Wenn ich es erst sagen muss, zähl

Patrick Georg
28. Juni14 Min. Lesezeit


Gaslighting: Wenn die eigene Wahrnehmung ins Wanken gerät
Stellen Sie sich vor: Sie erinnern sich klar an ein Gespräch. Der andere sagt, es hat nie stattgefunden. Sie sind sicher, etwas gesagt zu haben. Der andere besteht darauf, Sie hätten das nie so gemeint. Immer häufiger ertappen Sie sich dabei, dem anderen mehr zu glauben als sich selbst.
Wenn das kein Einzelfall ist, sondern ein Muster – dann könnte das einen Namen haben.

Patrick Georg
20. Mai10 Min. Lesezeit


Intermittierende Verstärkung: Warum das Unvorhersehbare so stark bindet
Manche Beziehungen sind nicht deshalb so schwer zu verlassen, weil sie gut sind.
Sondern weil sie manchmal gut sind.
Das ist der Teil, der von außen oft unterschätzt wird. Wer nur die verletzenden Phasen sieht, fragt schnell: Warum geht jemand nicht? Warum hält man daran fest? Warum wartet man weiter, obwohl die Beziehung mehr Kraft kostet, als sie zurückgibt?
Von innen sieht es anders aus. Da gibt es nicht nur Kälte, Rückzug, Unsicherheit oder Enttäuschung.

Patrick Georg
4. Apr.12 Min. Lesezeit
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